Diversität

Unter Diversität verstehen wir einen wertschätzenden und bewussten Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt. Im Festivalkontext kann Diversity ein dreifaches Ziel sein: auf der Bühne, im Festivalteam und bei der Besucher:innenstruktur.

WIESO?

Unsere Ziele sind stets: keine Diskriminierung benachteiligter Gruppen aufgrund Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung etc., und die Förderung von Chancengleichheit. Die Welt ist bunt und vielfältig – unser Festival soll das abbilden.

REPRÄSENTATION AUF DER BÜHNE

Eine diverse Repräsentation auf der Bühne ist uns wichtig. Unser Booker Matthias gibt sich grosse Mühe, ein diverses Programm zusammenzustellen. Viele Festivals kommunizieren das. Wir setzen uns keine fixe Quote, landen mit unseren Anteilen an Acts mit signifikanter weiblicher Beteiligung (2022: 54%, 2021: 47 %, 2019: 46%) jedoch stets in den Spitzenrängen unter den Schweizer Festivals. In einem Vergleich des St. Galler Tagblatts belegen wir 2022 hinter dem B-Sides auf Rang 2, zusammen mit dem Gurtenfestival.

Doch «nur» binäre Quotenstriche zu machen ist zu wenig. Es ist uns wichtig, dass FINTA, BIPOC, LGBTQIA+ und Personen mit Behinderung auf der Bühne vertreten sind – und wir bemühen uns auch unabhängig von Quoten darum.

Interessant hierzu: lineups without men

 

Trotzdem…

– Die gesamte Kulturbranche ist klar von Männern dominiert. Leider sieht es bei uns ähnlich aus. Und zwar überall: Im Büroteam, im OK, im Vorstand.

– Wir berechnen unsere Bühnen-Frauenquote ohne zu wissen, welches Geschlecht weiblich gelesene Künstler:innen für sich definieren.

– Wir (und ziemlich alle Festivals) geben nicht den prozentualen Anteil an Frauen* vs. Männern* auf der Bühne an, sondern verwenden die branchenübliche Zählweise «prägende weibliche Rolle». Die korrekte Zählweise wäre ein Headcount, also die effektive Anzahl männlicher vs. weiblicher Musiker:innen. Diese Quote würde auch bei uns nicht annähernd die Gesellschaftsverhältnisse widerspiegeln.

– Von Themen wie BIPOC, FINTA und LGBTQIA+ wollen wir gar nicht erst anfangen. Hier fängt die Unterrepräsentation ja schon bei der binären Quotenberechnung an.

Es gibt noch vielvielviel zu tun. Wir bleiben dran.